Meine sozialen Kontakte sind abgebrochen, Korrespondenz mit Versicherungen, Banken, Pi, Pa und Po bleibt liegen und ich frage mich, ob ich selbst überhaupt noch existiere.
Während der Woche finde ich glücklicherweise wieder zu mir selbst, denn da habe ich ja Kontakt zur Außenwelt über meinen Büro-PC. Dieser allerdings möchte natürlich eher für den Dienstgebrauch eingesetzt werden und Zeit für Privatmails oder gar Briefe bleibt sowieso nicht.
Dabei war der Telekom-Mann schon da und hat freudestrahlend in der Buchse gebohrt und unseren Telefonanschluss umpinöpelt. Dafür musste er aus dem 5. OG zurück nach unten an den großen grauen Telekom-Kasten und danach wieder hoch zu uns. Trotzdem blieb er ausgesprochen gut gelaunt.
Geändert haben seine Bemühungen an unserem Offline-Zustand leider nichts, obwohl die Telekom ausnahmsweise unschuldig daran ist. Es liegt an der Buchse in unserem designierten Büro, die sich einfach weigert, Bits und Bytes durchzulassen. Irgendein Vorgänger hat da was mit den Kabeln vermurkst - an der Wand dort kommt weder Strom aus der Steckdose, noch Datensalat aus der Anschlussbuchse.
Na dann schließt euren PC doch an einer anderen Buchse an!
Schlaumeier!
Andere Buchsen gibt es zwar, aber die sind in dunklen Ecken hinter Stereoanlagen oder Schränken verborgen, weil wir nie vorhatten, da unser Büro einzurichten. Ausgerechnet die eine Buchse, von der wir uns so viel erwartet haben, ist so ein Versager.
Wir hoffen nun auf den Elektromann, den uns ganz bestimmt die Hausverwaltung bald schicken wird. Bis dahin bleibe ich weiter recht schweigsam und blogstinent.